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Raucherentwöhnung durch Medikamente


Raucherentwöhnung durch Medikamente: Der Einsatz von Nikotinersatzpräparaten, Wirkungsweise von Nikotinpflastern und Nikotinkaugummis - Rauchen hat ein sehr hohes Suchtpotential. Nikotin gelangt über den Zigarettenrauch innerhalb von sieben Sekunden in das Gehirn. In bestimmten Regionen des Gehirns dockt das Nikotin an sog. Rezeptoren an, worauf körpereigene Substanzen ausgeschüttet werden, die dann beim Raucher angenehme Empfindung auslöst. Im Gehirn entsteht ein Belohnungsreiz, der über die Jahre die Gehirnstruktur verändert; es entstehen vermehr Rezeptoren, die entsprechend Nikotin einfordern. Jeder Lungenzug vermittelt dem Raucher ein kurzes Gefühl der Entspannung und Belohnung. Sinkt der Nikotinspiegel im Körper stellen sich Entzugssymptome ein, wie innere Gereiztheit und Unruhe, Konzentrationsstörungen etc.

Durch Medikamente (z.B. Nikotinersatzprodukte wie Nikotinpflaster, Kaugummi oder Spray) soll dieser Prozeß unterbunden werden und so das Verlangen nach einer Zigaretten bzw. nach Nikotin reduziert oder eleminiert werden.

Alle Nikotinersatztherapien führen dem Körper Nikotin zu, um die körperlichen Entzugserscheinungen zu minimieren. Da das Verlangen nach Nikotin so nicht mehr so stark vorhanden ist, kann sich der zukünftige Nichtraucher auf die erforderliche Verhaltensänderung konzentrieren und sich an "ein Leben ohne Zigarette" gewöhnen.

Da das Nikotin bei der Nikotinersatztherapie ( z. B. Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummi) sehr langsam an den Körper und Gehirn abgegeben wird, tritt der "Kick im Gehirn", der ja im wesentlichen für die Nikotinabhängigkeit (Nikotinsucht) verantwortlich ist, nicht ein. Während der Nikotinersatztherapie kann der Raucher sein Verhalten entsprechend ändern und so letztendlich zum Nichtraucher werden. Nikotinersatztherapien sind nahezu ohne Nebenwirkungen, da die gesundheitsschädlichen Folgen des Rauchens ja nicht durch das Nikotin entstehen, sondern aufgrund der Inhaltsstoffe des Zigarettenrauchs (Kondensat mit über 600 Schadstoffen, Kohlenmonoxyd). Die medikamentöse Raucherentwöhnung sollte mit verhaltenstherapeutischer Hilfe kombiniert werden.

Medikamente wie Zyban oder Bupropion sind keine Nikotinersatzpräparate, sondern verschreibungspflichtige Psychopharmaka, die nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden sollen.

 

Weitere Methoden der Raucherentwöhnung

 

 

 
 
 
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